{"id":279,"date":"2014-10-13T22:10:47","date_gmt":"2014-10-13T21:10:47","guid":{"rendered":"http:\/\/www.walldorf-gospel-singers.de\/?p=279"},"modified":"2016-01-12T13:43:17","modified_gmt":"2016-01-12T12:43:17","slug":"zwei-jahre-chorleiter","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.walldorf-gospel-singers.de\/index.php\/2014\/10\/13\/zwei-jahre-chorleiter\/","title":{"rendered":"Zwei Jahre Chorleiter"},"content":{"rendered":"<p>Vor zwei Jahren, am 17. Oktober 2012, wurde ich &#8211; erst mal \u00fcbergangsweise &#8211; Chorleiter der Walldorf Gospel Singers. Nicht, dass ich das geplant hatte, es ergab sich halt. Und so stand ich mit meiner Gitarre vor dem verbliebenen Chor, einem Dutzend S\u00e4ngerinnen und zwei S\u00e4ngern, und legte einfach damit los, ein vierstimmiges A-Capella-St\u00fcck einzustudieren: &#8222;Free Your Soul&#8220; von Martin Carbow. Nun, ich h\u00e4tte vielleicht etwas einfacheres aussuchen k\u00f6nnen (immerhin hat es fast ein Jahr gedauert, bis wir es aufgef\u00fchrt haben). Es war schon ein ziemlicher Unterschied zu vorher: Proben ohne Klavier, stattdessen mit Gitarre. Die Auswahl beim bisherigen Repertoire war eingeschr\u00e4nkt, da auch keine Solisten mehr da waren (und sich keiner so recht traute). Ich singe zwar auch Soli, aber manchmal muss es einfach eine Frauenstimme sein.<\/p>\n<p>Auf &#8222;Free Your Soul&#8220; folgten sp\u00e4ter weitere neue St\u00fccke. Allerdings konnte ich keine Chors\u00e4tze (falls \u00fcberhaupt vorhanden) \u00fcbernehmen, da es bei zwei M\u00e4nnerstimmen nicht auch noch m\u00f6glich ist, zwischen Tenor und Bass zu unterscheiden, zumal nicht jeder wirklich in die Tenorlage kommt. Daf\u00fcr gab es immer gen\u00fcgend Alt-S\u00e4ngerinnen im Chor, so dass ich vierstimmige St\u00fccke in SAAM (Sopran-Alt1-Alt2-M\u00e4nner) machen konnte &#8211; zum Preis, dass ich die St\u00fccke meistens anpassen oder neu arrangieren musste. Auf diese Weise hatte ich viel Praxis in Tonsatz, und konnte eigene musikalische Ideen ausprobieren.<\/p>\n<p>Mir war klar, dass wir nicht ewig proben konnten, sondern auftreten mussten. Und so bot ich der Gemeinde mit unersch\u00fctterlichem Vertrauen in den Chor an, dass wir an der Konfirmation im April 2013 singen k\u00f6nnen. Wir bekamen eine Zusage, und damit auch gleich die Herausforderung, f\u00fcr zwei Gottesdienste &#8211; die Abendmahlfeier und die Konfirmation &#8211; Musik zu machen. Letztlich wurden es sieben St\u00fccke, davon zwei neue (Smiling und Great is Your Mercy). Und es begann eine Suche nach Musikern f\u00fcr diese Auftritte, denn A Capella wollte ich nicht mit dem bisherigen Repertoire auftreten, und eine akustische Gitarre alleine klingt etwas d\u00fcnn. Der Bassist war bald gefunden, wenn auch nur f\u00fcr diese beiden Auftritte. Schlagzeug war schwieriger: In der Kirche ist ein richtiges Schlagzeug zu laut, also suchte ich nach jemandem, der auch Cajon spielen kann (der Trommel-Hocker). \u00dcber eine S\u00e4ngerin vermittelt kam mit Anette unsere Profi-Pianistin zum Chor. Aus der gleichen Ecke kam auch Luca, der E-Gitarrist. So stand ich im M\u00e4rz 2013 mit einer Band und einem Chor im Probenraum und k\u00e4mpfte an alle Seiten: Die Band, die sich finden musste, der Chor, der f\u00fcr die Konfirmation St\u00fccke des fr\u00fcheren Repertoires wieder auftrittsbereit bekommen musste, und das Zusammenspiel zwischen Chor und Band.<br \/>\nAm Ende fanden wir uns beim Konfirmationsgottesdienst auf der Empore wieder, weil der Pfarrer es unbedingt so wollte. Es war sehr eng f\u00fcr die 16 Chors\u00e4ngerinnen und S\u00e4nger sowie f\u00fcr die 4 Mitglieder der Band. Es hatte eher was von Chorprobenraum als von Auftritt, zumal wir von den Zuh\u00f6rern wenig sahen. Und so machten wir das, was wir auch in den Proben machen: Singen und dabei Spa\u00df haben.<\/p>\n<p>Das Ergebnis: Wir waren f\u00fcr die Gemeinde wieder da und hatten wieder die Sicherheit, dass wir auftreten und die Leute begeistern konnten! So machte wir bei zwei weiteren Gottesdiensten Musik und wurden auch gefragt, ob wir beim Gemeindefest Bazar singen. Doch eine andere Anfrage hatte noch mehr Auswirkungen: Ein Chor aus Schwaben fragte an, ob er mit uns zusammen ein Gospel-Konzert im September geben k\u00f6nne, wenn er gerade auf Chorfreizeit in Nordbaden ist. Ich sagte zu &#8211; bis September k\u00f6nnen wir bestimmt was auf die Beine stellen. Und so hatten wir unser erstes selbst organisiertes Konzert am 23.9.2013: &#8222;Gospel and More&#8220; mit dem Chor Timeout-Auszeit sowie mit uns. Die Vorbereitung was eine Herausforderung f\u00fcr sich: Nur wenige Wochen nach Ferienende, mit 11 St\u00fccken sowie zwei, die wir mit dem Gastchor zusammen auff\u00fchren wollten, und davor dem Auftritt beim Bazar, den wir bei der letzten Probe vor den Ferien erst erfahren hatten.<\/p>\n<p>Im Sommer 2013 ergab sich \u00fcbrigens ein gro\u00dfer Gl\u00fccksfall: Schlagzeuger Torsten und Bassist Werner kamen zum Chor. Eigentlich war es ein Schnuppern von Torsten Anfang Juli, der beim n\u00e4chsten Mal einfach noch Werner mitbrachte, so dass wir von einem Moment auf den anderen pl\u00f6tzlich eine eingespielte Rhythmusgruppe hatten, und mit Pianistin Anette und Gitarrist Luca eine richtige Band.<br \/>\n\u00dcberhaupt war der Chor seit Anfang des Jahres kr\u00e4ftig gewachsen &#8211; neben ehemaligen Chormitgliedern, die wieder singen wollten, kamen auch viele neue S\u00e4ngerinnen und ein S\u00e4nger dazu. Auch gab es nun zwei Solistinnen, so dass mehr aus dem alten Repertoire m\u00f6glich wurde.<\/p>\n<p>Das Konzert Gospel and More war ein voller Erfolg. Wir lernten dabei auch, wie unterschiedlich Ch\u00f6re sein k\u00f6nnen.<br \/>\nVor einem Jahr war ich nun offiziell Chorleiter der Walldorf Gospel Singers und hatte bis dahin 7 Auftritte geleitet und 8 neue St\u00fccke eingeprobt. Danach zog das Tempo an, denn es ergaben sich jede Menge weiterer Auftritte und sogar ein Chorwochenende im November in Altleiningen. Zeitweise traten wir jedes zweite Wochenende auf, und mussten neue St\u00fccke des \u00fcbern\u00e4chsten Auftritts w\u00e4hrend der Generalprobe des N\u00e4chsten anfangen. In meinem zweiten Jahr hatten die Walldorf Gospel Singers 12 Auftritte, und ich habe 21 neue St\u00fccke einstudiert, davon 8 Gemeindelieder f\u00fcr Gottesdienste. Es gab viel Neues: Ein eigenes, einst\u00fcndiges Konzert in Bammental, Gottesdienste (evangelisch und katholisch), die wir komplett musikalisch gestalteten, Open Air Auftritte (und eine Probe) an sch\u00f6nen Seen, und Proben zu bestimmten Themen, unter anderem f\u00fcr Solisten.<\/p>\n<p>Heute hat der Chor \u00fcber 50 Mitglieder. Die Soli der St\u00fccke sind jetzt doppelt besetzt. Wir haben seit dem Weihnachtsmarkt bei unseren Auftritten immer mit Band gesungen, auch wenn sie nicht immer vollst\u00e4ndig war.<\/p>\n<p>Und wie geht es weiter? Mit viel Spa\u00df nat\u00fcrlich. Wir haben ein gro\u00dfes Repertoire (\u00fcber 35 St\u00fccke), mit dem wir zu verschiedenen Anl\u00e4ssen auftreten k\u00f6nnen (z.B. sind wir f\u00fcr zwei Hochzeiten 2015 gebucht). Auch n\u00e4chstes Jahr wird es wieder einige Auftritte geben, aber auch ein Chorwochenende.<\/p>\n<p>Ich bin froh, dass ich vor zwei Jahren die Chorleitung \u00fcbernommen habe und freue mich seither auf jede Probe.<\/p>\n<p>Bernhard<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Vor zwei Jahren, am 17. Oktober 2012, wurde ich &#8211; erst mal \u00fcbergangsweise &#8211; Chorleiter der Walldorf Gospel Singers. Nicht, dass ich das geplant hatte, es ergab sich halt. Und so stand ich mit meiner Gitarre vor dem verbliebenen Chor, einem Dutzend S\u00e4ngerinnen und zwei S\u00e4ngern, und legte einfach damit los, ein vierstimmiges A-Capella-St\u00fcck einzustudieren: &hellip; <a href=\"https:\/\/www.walldorf-gospel-singers.de\/index.php\/2014\/10\/13\/zwei-jahre-chorleiter\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">Zwei Jahre Chorleiter<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[2],"tags":[],"class_list":["post-279","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-chor"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.walldorf-gospel-singers.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/279","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.walldorf-gospel-singers.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.walldorf-gospel-singers.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.walldorf-gospel-singers.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.walldorf-gospel-singers.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=279"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.walldorf-gospel-singers.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/279\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":283,"href":"https:\/\/www.walldorf-gospel-singers.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/279\/revisions\/283"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.walldorf-gospel-singers.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=279"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.walldorf-gospel-singers.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=279"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.walldorf-gospel-singers.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=279"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}